Samstag, 14. April 2012
Verboten
Dieses Jahr war bisher schon so voll an Drama, dass selbst mein analytischer Verstand es nicht wegzusortieren vermag. Egal wohin ich seit Januar schaue, ob nach Innen oder Außen, überall und in einer Tour: DRAMA.

2012 greift uns an – eine Dramainvasion hat die Menschen in meinem Umfeld ereilt (und nein, das ist nicht NUR selektive Wahrnehmung). Jeder taucht ab in seine ganz eigene Art des Wahnsinns, durch verschiedenes getriggert. Für die einen ist es das Nicht-Wissen, für die anderen das Nicht-Geliebt-Werden, wieder andere haben es mit dem Nicht-Schaffen zu tun und zuletzt – und das leider auch massiv – das Nicht-Gesund-Bleiben. Eigentlich alles ganz normale Sachen. Beziehungen gehen auseinander, Druck im Job, Existenzfragen die mal wieder anklopfen, weil sie nicht länger ignoriert werden können, unerwiderte Liebe, Krankheit: Menschsein halt. Und doch wiegt es dieses Jahr irgendwie schwerer. Eskaliert alles leichter. Zerbricht schneller.

Ich spreche deswegen hiermit ein Verbot für die kommenden 3 Monate(mit der Option auf Verlängerung) aus: Drama ist verboten. „Was? Da gibt es Drama? Da muss ich leider ablehnen. Drama ist verboten.“

Denn, Freunde der Liebe, bei aller Wertschätzung für die Entwicklung und Auseinandersetzung und Selbstbeobachtung gibt es doch zwei schlagende Argumente dafür, dem Drama den Rücken zu kehren:

1. Muss man auch mal Pause machen
2. Sollte 2012 wirklich die Welt untergehen – wollen wir dann nicht lieber all den Spaß haben, den es zu finden gibt? Wer war wann das letzte Mal auf einer Achterbahn? Oder am Meer?

Eine gute Freundin sagte einmal, dass sie gar nicht verstehe, warum Weglaufen einen so schlechten Ruf habe… Im Moment bin ich mehr als gewogen ihr beizupflichten.

Mit einer gewissen Genugtuung spüre ich schon meine Allergie hochkommen, eine unerklärliche Müdigkeit. Frühling. Freunde der Liebe, lasst uns einfach zusammen abhauen. Raus aus dem Drama. Raus aus der Schwere. Rein in den Spaß. In den Frühling. Zur Achterbahn. Zum Lachen. Mitten in den Sommer rein. Am liebsten singend auf dem Fahrrad.

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