Montag, 5. März 2012
Eins ist klar - ich konnte nichts dafür.
Szene im Krankenhaus: Ein Patient wurde vergessen. Über Stunden. Zwar war das nichts Bedrohliches oder allzu Schlimmes, aber freundlich war es auch nicht. Woran lag's? Die eine Abteilung hat der anderen nicht Bescheid gesagt. Der Oberarzt, der dann kam, um das Missgeschick zu beichten (na ja, nicht im katholischen Sinne) wiederholte ständig diesen Satz: Also, ich konnte zwar nichts dafür und es war nicht meine Schuld, aber _______ (insert your favourite sentence here).

Wen interessiert Schuld eigentlich wirklich? Ist Schuld nicht komplett obsolet? In einer Weltsicht, die gen Entwicklung schaut ist doch Schuld wirklich das langweiligste Thema, das man sich aussuchen kann. Vergebung - das ist doch schon eher etwas.

Etwas, worum es sich sogar zu bitten lohnt. Etwas, mit dem man nicht zu geizig, aber auch nicht zu freigiebig umgehen sollte. Etwas, das man üben darf. Denn Groll hat so eine fiese Angewohnheit sich festzusetzen. Dann zu wachsen. Sich dabei zu verformen. Eh man sich's versieht, hat man es plötzlich mit einem Gewächs zu tun. Im schlimmsten Fall in bitter. Fauchend. Spuckend. A horse of a completely different colour.

Freunde der Liebe, als gute, treue und tiefgläubige Hedonistin sage ich: brecht Euch ruhig mal den Zacken aus der imaginären Krone. Bittet um Vergebung. Vergebt. Seid vergeblich, 'cause that's the only way to be.

... comment