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Montag, 13. Februar 2012
Auf der Rennbahn
olaweintraub, 16:06h
Die Frage ist doch nicht, was du für mich tun kannst, sondern was ich für mich tun kann, damit du es nicht mehr musst!
Von Beziehungen wünschen wir uns Bedürfniserfüllung. Interessanterweise sind die Beziehungen, in denen wir keine Bedürfnisse durch unser Gegenüber erfüllt zu bekommen hoffen, die besten. Die, in denen es nur darum geht Zeit miteinander zu verbringen. In denen wir nicht danach trachten unser Gegenüber zu verändern, damit es endlich einsehe, dass es die Dinge „richtig“ machen muss. Muss.
In einer Welt, die seit jeher vom Märchenprinzen und vom Helden träumt, sich Geschichten von schönen Prinzessinnen und ehrenhaften Männern erzählt, ist es die Königsdisziplin sich von 100en Generationen von kollektivem Gedächtnis zu trennen. Nicht zu erwarten, dass wenn das „Miracle of Love“ endlich passiert, es gleichsam alle Fäden unserer Leben in die Hand nimmt, über unser Glück und Unglück entscheidet und fortan verantwortlich dafür ist, wer wir sind, wie es uns geht und ob alles in Ordnung ist (in Ordnung sein: don’t even get me started).
Ist es nicht erstaunlich, dass wir in einer Welt, die die Ratio zur Gottheit macht, das Gefühl (!) der Verliebtheit zum Garanten ewigen Glücks gemacht haben (durch Märchen. Lest es nochmal Buchstabe für Buchstabe: M-Ä-R-C-H-E-N)?
Was denn nun? Fisch oder Fleisch? Ach, wenn wir uns doch nur in die Geborgenheit der Einwertigkeit retten könnten. Geht aber nicht. Wir wollen das rationale Gefühl. Gefühle, die Sinn machen. Wir möchten uns sinnvoll verlieben und dann auch realisiert sehen, wie diese sinnvolle Beziehung sinnvolle Schritte geht und sich dabei unser Traum (so zu sein, wie alle anderen auch nur träumen zu sein) erfüllt. Alles gut. Für immer. Sind wir nicht alle ein bisschen Fukuyama?
Ich möchte mal was sagen: Alles Quatsch! Also nicht Quatsch-Quatsch, aber doch Quatsch. „Das Glück“ wurde in eine Form gepresst und hat sich darin scheinbar allzu gut eingerichtet: „Das Glück“ ist der Hase. Wir sind die Hunde. Und der Schauplatz ist eine Hunderennbahn. Das verwirrende dabei ist nur: Es gibt keine Hundebesitzer… Deswegen versuche ich jetzt mal was Radikales. Ich renne nicht weiter. Was meint ihr – ruhen wir uns mal aus? Machen eine Kanne Tee und lassen den Hasen einfach weiter seine Runden drehen?
Stell Dir vor es ist Liebe und niemand rennt hinterher… Alle drehen sich auf den Rücken, halten die Nase in den Wind und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Und wenn wir dann noch richtig Glück haben, kommt der Hase einfach dazu. Wär das nicht was?
Von Beziehungen wünschen wir uns Bedürfniserfüllung. Interessanterweise sind die Beziehungen, in denen wir keine Bedürfnisse durch unser Gegenüber erfüllt zu bekommen hoffen, die besten. Die, in denen es nur darum geht Zeit miteinander zu verbringen. In denen wir nicht danach trachten unser Gegenüber zu verändern, damit es endlich einsehe, dass es die Dinge „richtig“ machen muss. Muss.
In einer Welt, die seit jeher vom Märchenprinzen und vom Helden träumt, sich Geschichten von schönen Prinzessinnen und ehrenhaften Männern erzählt, ist es die Königsdisziplin sich von 100en Generationen von kollektivem Gedächtnis zu trennen. Nicht zu erwarten, dass wenn das „Miracle of Love“ endlich passiert, es gleichsam alle Fäden unserer Leben in die Hand nimmt, über unser Glück und Unglück entscheidet und fortan verantwortlich dafür ist, wer wir sind, wie es uns geht und ob alles in Ordnung ist (in Ordnung sein: don’t even get me started).
Ist es nicht erstaunlich, dass wir in einer Welt, die die Ratio zur Gottheit macht, das Gefühl (!) der Verliebtheit zum Garanten ewigen Glücks gemacht haben (durch Märchen. Lest es nochmal Buchstabe für Buchstabe: M-Ä-R-C-H-E-N)?
Was denn nun? Fisch oder Fleisch? Ach, wenn wir uns doch nur in die Geborgenheit der Einwertigkeit retten könnten. Geht aber nicht. Wir wollen das rationale Gefühl. Gefühle, die Sinn machen. Wir möchten uns sinnvoll verlieben und dann auch realisiert sehen, wie diese sinnvolle Beziehung sinnvolle Schritte geht und sich dabei unser Traum (so zu sein, wie alle anderen auch nur träumen zu sein) erfüllt. Alles gut. Für immer. Sind wir nicht alle ein bisschen Fukuyama?
Ich möchte mal was sagen: Alles Quatsch! Also nicht Quatsch-Quatsch, aber doch Quatsch. „Das Glück“ wurde in eine Form gepresst und hat sich darin scheinbar allzu gut eingerichtet: „Das Glück“ ist der Hase. Wir sind die Hunde. Und der Schauplatz ist eine Hunderennbahn. Das verwirrende dabei ist nur: Es gibt keine Hundebesitzer… Deswegen versuche ich jetzt mal was Radikales. Ich renne nicht weiter. Was meint ihr – ruhen wir uns mal aus? Machen eine Kanne Tee und lassen den Hasen einfach weiter seine Runden drehen?
Stell Dir vor es ist Liebe und niemand rennt hinterher… Alle drehen sich auf den Rücken, halten die Nase in den Wind und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Und wenn wir dann noch richtig Glück haben, kommt der Hase einfach dazu. Wär das nicht was?
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